Neue Wege gehen in der Tiermedizin
Produktinformationen "Neue Wege gehen in der Tiermedizin"
Einleitung
Die moderne Komplementärmedizin ist durch eine
Vielzahl von Konzepten geprägt, die teils bioche
mische, teils biophysikalische oder informations
theoretische Grundlagen betonen. Zwei Ansätze,
die unterschiedlicher kaum sein könnten. So
stehen auch die tiermedizinischen Wissenschaf
ten vor der Aufgabe, die beiden grundlegenden
Ebenen lebender Systeme – die materielle und
die informatorische in ein konsistentes Modell zu
integrieren. Während die konventionelle Tierme
dizin primär biochemische Prozesse und struktu
relle Komponenten betont, existieren außerhalb
ihres Mainstreams therapeutische Ansätze, die
die Rolle biophysikalischer oder informatorischer
Prozesse in der Regulation des Organismus in den
Vordergrund stellen. Die Debatte zwischen bei
den Ansätzen wird häufig normativ geführt. Eine
systembiologische Perspektive erlaubt es, beide
Modelle auf unterschiedliche funktionale Ebenen
zu beziehen und dadurch ein klareres Verständnis
zu entwickeln. Der zentrale Ansatz orthomolekula
rer Medizin: Gesundheit ist das Resultat „richtiger
Moleküle in der richtigen Menge“. Der biophysika
lischen Informationstherapien: „nicht die Moleküle
steuern die Regulation, sondern die Informations
qualität der biophysikalischen Felder des Organis
mus“.
Im vorliegenden Aufsatz wird versucht beide
Ansätze systemtheoretisch einzuordnen und die
Herausforderungen ihrer empirischen Überprü
fung zu diskutieren. Im Fokus steht die analytische
Frage, ob und in welcher Weise beide Paradigmen
kohärent zu einander stehen.
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