Buchvorabdruck „Brennpunkt Darm – eine reizvolle Affäre bei Hunden und Katzen“ (Teil 4)
Produktnummer:
TOM_116-2024_8_13
Seitenzahl:
6
Autor:
Dr. med. vet. Jutta Ziegler
Produktinformationen "Buchvorabdruck „Brennpunkt Darm – eine reizvolle Affäre bei Hunden und Katzen“ (Teil 4)"
Die einzelnen Darmbakterien genauer betrachtet
Wir unterscheiden zwischen aeroben (sauerstoffabhängigen) und anaeroben (sauerstoffunabhängige Bakterien). Die aeroben Darmbakterien stellen mit etwa 10 Arten nur 0,01 % des gesamten Mikrobioms dar, während die Zahl der anaeroben Bakterien mit 99,99 % und etwa 400 Arten deutlich größer ist.
Die Aeroben
Enterobakterien
Enterobakterien
E. coli (Escherichia coli) zählt wohl zu den bekanntesten Darmkeimen. Der Name stammt von Theodor Escherich, einem Kinderarzt. Im Jahr 1885 fand er heraus, dass bestimmte Unterarten von E. coli für die damals häufig auftretenden Säuglingsdurchfälle verantwortlich waren, während andere Unterarten von E. coli sogar zur Heilung beitragen konnten. Erst in den 1950er Jahren erhielt die Spezies ihren Namen nach ihrem Entdecker. Die E. coli gehören zur Gattung Enterobacteriaceae, die im Darm von Menschen und Tieren zu finden sind. E. coli kommen nur im Dickdarm vor. Sie sind aerob bzw. fakultativ anaerob, was bedeutet, dass sie auch in Abwesenheit von Sauerstoff existieren können. Die Anzahl der E. coli im Kot sollte im Bereich von 10 6 bis 108 KBE (koloniebildende Einheiten) pro Gramm liegen.
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